Sitzungsberichte

25. 11. 2017

Waldwirtschaftsplan für den Stadtwald Schrozberg für das Forstwirtschaftsjahr 2002

Hierzu begrüßte Bürgermeister Izsak Forstoberinspektor Hauber vom Forstrevier Blaufelden, der den Sachvortrag übernommen hat.

Zu der allgemeinen Waldsituation führte Herr Hauber aus, dass der Stadtwald weitgehend vom Schneebruch verschont geblieben ist, da im Stadtwald nicht viel junger Fichtenbestand vorhanden ist. Die Submission für den Laubholzverkauf findet im Januar statt. Die Stadtarbeiter waren seit Weihnachten damit beschäftigt, die Laubstämme für die Submission herzurichten.

Die Nachwirkungen des Orkans ?Lothar? von Weihnachten 1999 sind immer noch nicht überwunden. Es gibt noch ein hohes Fichtenstammholzangebot aus den Beregnungslagern. Hinzu kommt, dass vor allem im Privatwald ein hoher Borkenkäfer-Schadholzanfall festzustellen ist. Der Stadtwald ist wegen des geringen Fichtenbestandes davon nur geringfügig betroffen.

Bedingt durch die schwache Hochbaukonjunktur bleiben die Preise beim Fichtenstammholz weiter niedrig. In den Jahren 2001 und 2002 ist eine Einschlagszurückhaltung festzustellen, welche zu Einnahmeausfällen führt.

Das Laubstammholz findet ebenso wie das Fichtenpapierholz und Heizholz ordentlichen Absatz. Der Verkauf von Buchenholz läuft im Moment etwas schleppender. Der Absatz von Buchenholz läuft nun schon seit 6 Jahren, so dass die guten Bestände nun mittlerweile verkauft sind.

Die Waldschadensinventur 2001 hat ergeben, dass ca. 25% des Waldes schwach geschädigt ist. Vor allem die Eichen sind geschädigt, sie zeigen schüttere Belaubung. Insgesamt liegt ein gleichbleibendes Schadensniveau gegenüber vor 3 Jahren vor.

Bei der Wildverbissinventur gibt es keine gravierenden Änderungen. Es ist festzustellen, dass der Jungwald oft unterschiedlich stark in den Pachtrevieren verbissen ist.

Nach Erörterung der allgemeinen Waldsituation ging Herr Hauber auf die im Jahr 2001 im Stadtwald durchgeführten Maßnahmen ein.

Geerntet wurden 150 Fm von 7 verschiedenen Waldteilen. Der planmäßige Einschlag lag bei 60%. Die Zwangsnutzung nach Sturmwurf lag bei 20% (Vorjahr 100%), die Zwangsnutzung nach Borkenkäfer lag bei 20% (Vorjahr 0%).

Im Jahr 2001 wurden keine neuen Kulturen angelegt. Demzufolge waren im Hinblick auf den Schutz gegen Wildverbiss keine Maßnahmen notwendig. In Schmalfelden (?See?) und in Kälberbach (?Kohlenholz?) konnten die Zäune abgebaut werden.

Jungbestandpflege wurde u.a. im "See" (Wiebke-Kultur) und in der "Striet" (Christbaumkultur) durchgeführt.

Zum Schluss seines Vortrages ging Herr Hauber dann noch auf die für das Jahr 2002 geplanten Maßnahmen ein:

Vorgesehen ist der Einschlag von 240 Fm, hauptsächlich Laubholz aus den Waldteilen "Murrenberg", "Eichelberg" und "Schorrenwald". Der Einschlag aus dem Gebiet "Eichelberg" erfolgte zwar im Dezember, der Verkauf und somit die Verbuchung kann allerdings erst im Januar 2002 erfolgen, weshalb die Einnahmen des Jahres 2001 unter dem Planansatz bleiben.

Im Jahr 2002 ist die Erweiterung der Christbaumkultur in der "Striet" vorgesehen. Jungbestandspflege soll im Bereich Krailshausen (Wiebke-Kulturen) auf einer Fläche von 2,4 ha durchgeführt werden.

Die Einnahmen des Jahres 2001 sind im Vergleich zum Planansatz zurückgegangen. Allerdings ist die gleiche Entwicklung auf der Ausgabenseite zu beobachten, so dass das Jahr 2001 voraussichtlich mit einem Zuschussbedarf von 15.300 DM (Planansatz 18.300 DM) abschließen wird.

Die Planung für das Jahr 2002 sieht Einnahmen von 3.600 EUR und Ausgaben von 14.100 EUR vor, so dass der Zuschussbedarf geringfügig ansteigen wird und voraussichtlich 10.500 EUR betragen wird.

Der Gemeinderat stimmte dem Waldwirtschaftsplan für den Stadtwald Schrozberg für das Forstwirtschaftsjahr 2002 einstimmig zu.