Sitzungsberichte

21. 9. 2017

Schrozberger Stadtwald steht ganz gut da

Försterin Waltraud Leinen hatte einen guten Einstand, als sie zum ersten Mal dem Gemeinderat über den Wald der Stadt Schrozberg berichten durfte. Bisher erfolgte die Betreuung durch Förster Udo Hauber aus Blaufelden, allerdings hat sich das durch die neueste Reform im Forstbereich geändert.

Die guten Nachrichten betrafen zum einen das Betriebsergebnis für das Jahr 2008, zum anderen den Zustand des Waldes im allgemeinen. Doch der Reihe nach: für das Jahr 2008 hat Förster Udo Hauber noch einen Zuschuss von 7.100 € eingeplant. Das Ergebnis war nun lediglich ein Zuschuss von 3.750 €. Dies ist zwar kein gutes Ergebnis, aber besser als geplant – wobei ein gutes Ergebnis, also schwarze Zahlen, aufgrund der versplitterten Lage der vielen Waldparzellen faktisch gar nicht möglich ist.

Insgesamt 200 Fm wurden eingeschlagen, davon waren nur 8 Fm Sturm- und Käferholz. Ein Schwerpunkt der Arbeiten war im Könbronner Berg, wo zu Jahresbeginn eine Durchforstung im Laubholzbestand durchgeführt wurde. Im Herbst wurden dann noch entlang der Straße Könbronn-Niederstetten rd. 70 Fm eingeschlagen, damit der Verkehr auch künftig sicher passieren kann. Im Zwerchholz wurden rd. 290 Weißtannen als spätere Christbäume gepflanzt und auch im Könbronner Berg wurden 400 Pflanzen benötigt – die waren nach der letztjährigen Pflanzaktion vertrocknet und mussten nachgepflanzt werden. Im Murrenberg bei Krailshausen wurde die Naturverjüngung etwas ergänzt. Das konnte das Forstamt mit einer Aktion zusammen mit den Pfadfindern umsetzen, 200 Bäume wurden von der Fa. Steinbach gespendet und von den Pfadfindern – versehen mit Wuchshüllen – gepflanzt.

Für das Jahr 2009 rechnet die Forstfrau mit einem Zuschuss von 3.930 € bei 12.420 € an Einnahmen und 16.350 € Ausgaben. Geplant ist ein Einschlag im Distrikt Murrenberg, Distrikt See und Distrikt Herrenschlag mit insgesamt 370 Fm. Im Distrikt Eselsbach sollen 150 Bäume (Kirschen und Walnussbäume in Wuchshüllen) gepflanzt werden. Kultursicherungs- und Pflegemaßnahmen müssen ebenfalls durchgeführt werden, insbesondere in den Jungbeständen im Distrikt Murrenberg, Könbronner Berg, Zwerchholz und in der Striet.

Zum Zustand des Waldes im allgemeinen hatte Försterin Waltraud Leinen aber auch gute Nachrichten dabei. Die Gefahr durch den Borkenkäfer hat sich etwas entspannt. Die letzten Sommer waren eher nicht so heiß und ausreichend feucht, so dass der Befall deutlich zurückgegangen ist.

Die Gemeinderäte interessierte insbesondere die derzeitige Lage am Holzmarkt, die die Försterin als etwas rückläufig beschrieb. Die Preise brechen derzeit etwas ein, sind aber doch noch deutlich über dem Stand von vor 2 – 3 Jahren. Die Preise für Brennholz sind nach wie vor stabil, die Nachfrage nach Brenn- und Pelletholz ist nach wie vor gut.