Sitzungsberichte

23. 11. 2017

Stadtbücherei bekommt neues Domizil

In der Bahnhofstraße, auf dem ehemaligen Gelände der Firma Stabilo, ganz in der Nähe der Schule entsteht im nächsten Jahr das neue Domizil der Stadtbücherei. Der Gemeinderat hat in seiner vergangenen Sitzung mit 16 zu 7 Stimmen dafür gestimmt. Bereits im Dezember 2016 war Bauingenieur Michael Fleck zu Gast in der Gemeinderatssitzung – die Diskussion über einen möglichen Neubau reicht aber bereits ins Jahr 2014 zurück. In der Sitzung vom März 2017 wurde im Gemeinderat beschlossen, den Antrag auf Förderung aus Ausgleichstockmitteln aufrecht zu erhalten. Im Juli hatte Bürgermeisterin Jacqueline Förderer bekannt gegeben, dass die Förderzusage über insgesamt 646.000 € für den Neubau der Bücherei eingegangen ist. 410.000 € gibt es aus dem Ausgleichsstock, 234.000 € aus dem Städtebauförderprogramm ASP. Laut dem nun vorliegenden Bescheid muss bis spätestens Mitte nächsten Jahres mit dem Neubau begonnen werden. Um diesen engen Zeitplan einzuhalten - vorher steht noch die Feinplanung und die Ausschreibung der Gewerke an – war in der vergangenen Sitzung ein Baubeschluss notwendig.

Bei der anschließenden Diskussion ging es um die Notwendigkeit eines solchen Neubaus. Von Seiten der Wahlgemeinschaft für Jedermann wurde bemängelt, dass die Eigenmittel für die Finanzierung des Neubauvorhabens zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu hoch sind. Zukünftig stehen viele Pflichtaufgaben an, deren Kosten noch nicht ganz klar sind. Den Mangel der bisherigen Bücherei im 2. Obergeschoss des Schlosses sieht die WfJ als lösbar an – der Aufzug für das Rathaus ist beschlossene Sache. Auch ein „Raumtausch“ Sitzungssaal - Bücherei kam zur Sprache. Der Wunsch der WfJ war, eine Bürgerbeteiligung durch einen Bürgerentscheid zu starten. Diesen Antrag lehnte der Schrozberger Gemeinderat mit 18 Gegenstimmen ab. Auch von Seiten der SPD wurden Bedenken geäußert. Kein Zweifel hatte die Partei daran, dass die Investition gestemmt werden kann. Allerdings wurden hier die Folgekosten bemängelt, welche noch nicht ganz klar seien. Hier sollte ein Konzept über die künftige Nutzung erstellt werden. Bürgermeisterin Förderer erläuterte dazu, dass im Jahr 2015 mit jährlichen Folgekosten von 160.000 € gerechnet wurde. Diese wurden zwischenzeitlich auf 116.000 € reduziert. Von Seiten der Freien Wähler wurde signalisiert, dass nun nach vier Jahren Diskussion von deren Seite keine weiteren Überlegungen notwendig sind und die Fraktion für einen Neubau stimmt. Die CDU-Fraktion hingegen war nicht ganz einig – von einem Stadtrat wurde die Verschiebung dieser Entscheidung gewünscht, ein anderer sprach sich klar für den Neubau aus. Am Schluss votierte der Gemeinderat, wie erwähnt mehrheitlich für den Neubau.

 

Buecherei