Sitzungsberichte

01. 5. 2017

Zuschuss für Büchereineubau wird beantragt

Mit einem eventuellen Neubau für die Bücherei als Ersatz für den relativ ungünstigen Standort im 2. Obergeschoss des Schlosses, wo sich die Räumlichkeiten für die Bücherei seit Jahrzehnten befinden, hat sich der Gemeinderat nun schon mehrfach beschäftigt - zuletzt im Zusammenhang mit der Haushaltsdebatte 2017. Vor der März-Sitzung trafen sich die Räte zunächst zum Ortstermin bzw. zur Besichtigung der Büchereiräume, wo Büchereileiterin Anette Brändle auf die Nachteile des bisherigen Standortes sowie die Vorteile beim Standort nahe der Schule ausdrücklich hingewiesen hat. Zudem soll die Zusammenarbeit mit der Schule bzw. der Entwicklung hin auch zur Schülerbücherei forciert werden.

Der Sachstand ist unverändert wie bei der Sitzung im Dezember 2016: bei Kosten von rd. 1,5. Mio. € hofft die Stadtverwaltung auf Fördergelder aus dem Ausgleichstock sowie auf Mittel aus dem Stadtsanierungsprogramm. Somit wäre die Maßnahme dann zu 60 % über Zuschüsse finanziert.

Im Dezember wurde auch mit Blick auf die Entscheidung über die Freibadförderung eine endgültige Festlegung verschoben und die Verwaltung zunächst beauftragt, den Antrag zur Ausgleichstockförderung auszuarbeiten, dem Regierungspräsidium vorzulegen, aber die Möglichkeit zur unschädlichen Rücknahme des Antrages offen zu lassen.

Nach der negativen Entscheidung über die Freibadförderung war für die Mehrheit der Stadträte klar, dass damit das Büchereiprojekt weiter verfolgt werden sollte, so dass per Beschluss festgelegt wurde, den Förderantrag auf Ausgleichstockmittel „laufen zu lassen“. Vorher wurde aber noch zumindest eine kritische Stimme laut – mit Argumenten wie der künftigen Entwicklung hin zu Online-Angeboten oder zu Lösungen mit Treppenliften zur Lösung der Barrierefreiheit sieht der Wortführer die Neubaulösung als nicht erforderlich.

Der Beschluss zeigte aber eine eindeutige Auffassung der Stadträte: bei 22 Stimmen für die Weiterverfolgung des Stadtbüchereineubaus überwog die Mehrheit sehr deutlich – zwei Stadträte stimmten dagegen.

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