Sitzungsberichte

24. 8. 2017

Sanierung Nonnenwaldstraße – Ausbauplanung vorgestellt

Zum weiteren Tagesordnungspunkt konnte Bürgermeisterin Jacqueline Förderer Ingenieur Marcus Eissing vom Planungsbüro IPE aus Schwäbisch Hall begrüßen, der die Planung für die Instandsetzungsmaßnahme der Nonnenwaldstraße vorgestellt hat – und auch viele Zuhörer, die sicherlich gerade wegen diesem Tagesordnungspunkt erschienen waren.

Um das Resultat der Erläuterungen gleich vorweg zu nehmen: es gibt bei der Ausführung der Sanierungsarbeiten nichts Spektakuläres zu vermelden, sondern es bleibt im Grunde alles wie es ist - nur eben dann neu gemacht. Die Straßenführung bietet dazu aber auch kaum Änderungs- oder Gestaltungsmöglichkeiten.

Aber jetzt doch etwas ausführlicher: Ingenieur Marcus Eissing hatte übersichtliche Planunterlagen in der Sitzung dabei und erläuterte, dass zunächst im Untergrund des Straßenkörpers die Wasserleitungen, der Abwasserkanal, entsprechende Haus- und Grundstücksanschlüsse, Stromleitungen zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung sowie die Leerrohrverlegung für eine spätere Internetverkabelung erneuert bzw. verlegt werden müssen. Die Straßenführung selbst soll etwas „optimiert“ werden. Dem Fußgängerverkehr wird dabei Vorrang gegenüber dem Fahrzeugverkehr eingeräumt, so dass es teilweise zu minimalen Verschmälerungen der Fahrbahn kommen wird. Die Fahrbahn bietet aber trotzdem immer noch eine ausreichende Breite für gefahrlosen Begegnungsverkehr.

Was bei der nachfolgenden Diskussion mehrfach zur Sprache kam, war die Anbindung der Siedlungsstraße an die Ringstraße – ein asphaltierter Feldweg dient derzeit als Verbindung. Von mehreren Stadträten wurde angeregt, diesen Feldweg ebenfalls zu erneuern und so auszubauen, dass auch dort entgegenkommende Fahrzeuge ausreichend Platz haben und nach Möglichkeit noch ein Gehweg vorzusehen wäre. Damit wäre aber abzusehen, dass künftig nicht nur Anlieger dort fahren würden und die Fahrzeuge zudem bedeutend schneller unterwegs wären. Zudem wären auch die zusätzlichen Kosten nicht ganz unerheblich. Und so blieb es dann auch bei dem vorgestellten Sanierungsvorschlag – wobei: ein späterer Ausbau, wenn dies tatsächlich als notwendig erachtet wird, kann immer noch erfolgen.

Die Gesamtkosten für die Gesamtmaßnahmen liegen nach Berechnungen von Ingenieur Marcus Eissing bei rund 1.250.000 €. Dabei werden die Maßnahmen zur Erneuerung der Wasserleitungen komplett von der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe übernommen. Für die Kanalerneuerung hat die Stadtverwaltung einen Zuschussantrag gestellt, der auch bereits bewilligt wurde, so dass neben weiteren Zuschüssen über die Stadtsanierung letztendlich rund 50 % der Kosten an der Stadtkasse hängen bleiben werden. In der kommenden Zeit sollen die Anwohner und Grundstückseigentümer informiert werden, damit auch die Ausführung der Hausanschlüsse die Planungen miteinbezogen wird – das ist nämlich Privatsache der Häuslesbesitzer und muss jeweils selbst bezahlt werden.