VEREINE

23. 11. 2017

Einmal hinter die Kulissen der Molkerei Schrozberg blicken. Dazu hatten rund 25 Mitglieder des Schrozberger Bund der Selbstständigen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „BDS am Abend“ die Möglichkeit. Unter der persönlichen Führung des Molkerei-Geschäftsführers Friedemann Vogt erh ielten die Teilnehmer Einblicke in die erfolgreiche Molkereigenossenschaft.

Dass Friedemann Vogt mit Herzblut dabei ist und hinter seinen Produkten steht, wurde jedem Teilnehmer schnell klar. Er stammt selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb der Region Hohenlohe und versteht und kennt die Bauern.

Die Molkerei Schrozberg gehört den genossenschaftlich organisierten Bauern, deren Kühe die Milch für die Molkerei liefern. Von den rund 270 Genossenschaftsmitgliedern gehören 86 Bauern dem Demeter-Verband an. Neben konventionellen Joghurts werden auch Demeter-Joghurts und türkische Joghurtspezialitäten hergestellt. Die Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken eG existiert als sogenannte "Milchsammelstelle" seit 1900.

Bevor es zur Besichtigung der Produktionshalle und der Lagerräume ging, erzählte uns Friedemann Vogt detailreich von der Geschichte der Genossenschaft bis hin zum fertigen Produkt.
Er wies aber auch deutlich auf die aktuellen Marktgegebenheiten und auf das Einkaufsverhalten der Deutschen hin. „In Deutschland wird in erster Linie auf den Preis geschaut. Das ist z.B. in Frankreich oder Italien anders. Da wird noch auf Qualität geachtet“. Dass billig nicht immer besser ist, ist unterschwellig jedem klar. Fakt ist, die Produktanbieter passen sich dem Markt an und das kann fatale Folgen haben, die wir wenn man es genau betrachtet jetzt schon spüren. Geschäftsführer Friedemann Vogt meinte: „Das ‚Leben‘ in dem Wort ‚Lebensmittel‘ geht verloren!“ Um die Produkte lang haltbar zu machen werden wichtige Inhaltsstoffe entzogen. Das fördert vor allem Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten. Der „Aha-Effekt“ der Teilnehmer war spürbar. Dass der Molkerei Schrozberg Qualität und Nachhaltigkeit wichtig ist und das Geschäft nicht um jeden Preis stattfindet, war dann umso erleichternder. Nach diesem Vortrag werden wir uns sicherlich zweimal überlegen, zu welchen Produkten wir (nicht nur im Kühlregal) greifen.

Nach den Ausführungen von Friedemann Vogt ging es dann noch in die Produktionshalle sowie die Lagerräume. Auch hier waren die Teilnehmer überrascht vom großen Detailwissen des Geschäftsführers, der uns jede Maschine und jeden Vorgang genau erklären konnte.

Wir danken Friedemann Vogt und der Molkerei Schrozberg herzlich für die aufschluss- und detailreiche Führung und die Verköstigung. Sie wird sicherlich jedem in Erinnerung bleiben.

Weitere Informationen im Internet unter www.molkerei-schrozberg.de.