AUS UNSERER STADT

22. 7. 2017

Einen ersten Vorgeschmack hat es bereits gegeben - die ersten Landwirte waren letzte Woche schon mit ihren Erntemaschinen unterwegs und haben ihre Felder abgeerntet. Wenn es der Wettergott jetzt gut meint, dann geht es so richtig los und man hört tagsüber überall das Brummen der Dieselmotoren von Schleppern und Mähdreschern. Die Erntearbeiten haben mit dem Abernten von Winterfruchtfelder insbesondere der Wintergerste begonnen.

Das heißt aber auch für alle Verkehrsteilnehmer mehr Rücksichtnahme. Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge sind langsamer als der PKW-Verkehr und halten den normalen Verkehrsfluss auf. Noch dazu sind die Fahrzeuge entweder stark beladen oder manchmal auch fast etwas zu breit für die normale Straßenbreite. Weiterhin liefern die Landwirte ihre Ernte bei einem der Lagerhäuser in der Region an und wenn dann viele auf einmal kommen, heißt es warten. Die Fahrzeuge stehen dann oft in langen Warteschlangen in der Ortsdurchfahrt. 

Unser Appell gilt aber auch den Landwirten mit ihren immer größer werdenden Fahrzeuge. Hier gilt als oberstes Gebot, die Verkehrssicherheit nicht zu beeinträchtigen. Zudem geht es so manchen Abend mal etwas länger, und das ist bei der modernen Landtechnik heute zwangsläufig mit Lärm verbunden. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet aber nicht mehr auf dem Feld, sondern geht einer Beschäftigung in Fabrik oder Büro nach, teilweise auch im Schichtbetrieb. Aufgrund der steigenden Anforderungen an diese Arbeitsplätze hat auch dieser Teil der Bevölkerung ein Anrecht darauf, sich in der Freizeit zu erholen. Doch leider kollidiert das oftmals mit den Zeiten, in denen Landwirte noch arbeiten. 

Wir wünschen allen Bauern gutes Erntewetter, gute Erträge und „dass nix verrekd, wenn’s jetz pressiert“ – und vielleicht auch noch ein bisschen an andere denken.